SchmerzAkademie

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Archive für Januar 2003

(sra) Die Hypnose, griechisch Hypnos – Schlaf, hat als therapeutisches Verfahren eine lang zurückreichende Tradition, seit Jahrtausenden war sie Bestandteil von Heilungsprozessen. Im Zuge der modernen Medizin geriet sie kurzzeitig in Vergessenheit, bevor Hypnose um 1950 wieder zunehmend in der Psychologie und Medizin an Bedeutung gewann. Anders als die Bühnen- oder Show-Hypnose, die sich einfacher Tricks bedient um oberflächliche Effekte zu erzielen, dient die klinische Hypnose ausschließlich der menschlichen Gesundheit. Auch zur Linderung von Kopfschmerzen, Migräne und chronischen Schmerzen wird sie eingesetzt.

Die genauen Abläufe im Gehirn, während der Hypnose sind bis heute wissenschaftlich nicht ganz geklärt. Sicher ist, dass Menschen in der Hypnose Schmerzen nicht mehr wahrnehmen. Die Verarbeitung des Schmerz-Signals ist unterbrochen. Durch diese Erfahrung kann Dauer und Qualität des Schmerzes im wachen Zustand verändert erlebt werden, er verliert einen Teil seines bedrohlichen Charakters.

Bei der psychotherapeutische Anwendung von Hypnose (Hypnotherapie), wird der Mensch in einen tranceähnlichen Zustand versetzt. Nach Untersuchungen der Hirnströme entspricht Trance einem entspannten Wachzustand, einem Schweben zwischen Schlafen und Wachsein. Neben einem positiven Einfluss auf das Immunsystem bewirkt die Hypnotherapie, physiologische Veränderungen, wie zum Beispiel eine entspanntere Atmung, eine Erniedrigung der Muskelspannung sowie eine Abnahme der Stresshormone im Körper. Zahlreiche kontrollierte Untersuchungen belegen nachweislich die Wirksamkeit der Hypnotherapie.

Circa 90 Prozent der Menschen lassen sich von Hypnose beeinflussen. Für diese erscheint die Hypnotherapie als sinnvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Schmerzbehandlung. Sie ist jedoch nicht ohne den Willen des Patienten möglich. “Beim Vorgespräch muss der Patient darüber aufgeklärt werden, dass er selbst den Verarbeitungsprozess leisten muss. Nur wenn der Patient bereit ist, auf seine eigenen Ressourcen zurückzugreifen und diese zu aktivieren, kann man mit Hypnose längerfristig Schmerzen lindern”, erklärt Diplom Psychologe Christof Kohrs aus Bremen.

In einigen Praxen wird von geschulten Psychotherapeuten bereits die medizinische Hypnose angeboten. Meistens werden zwischen 5 und 20 Sitzungstermine angesetzt.Da eine Hypnotherapie-Sitzung oft länger als eine Stunde dauert und der Arzt während der ganzen Zeit bei seinem Patienten ist, liegen die Kosten ungefähr zwischen 50 und 230 Euro.




(sra) Steife Gelenke am Morgen. Es dauert eine Weile bis die Beweglichkeit hergestellt ist. Diese typischen Anzeichen kennen Arthrosepatienten. Doch offenbar folgen die Symptome einem Tagesrhythmus. Das fanden jetzt Wissenschaftler der Mayne Medical School in Brisbane (Australien) heraus. Sie ließen 21 Patienten mit Arthrose zehn Tage lang Schmerzen und Steifigkeit an der bevorzugten Hand beurteilen. Außerdem wurden Geschicklichkeitstest durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Symptome Schmerzen und Steifigkeit morgens und abends am stärksten und zwi-schen 16 und 17 Uhr am geringsten waren. Professor Nicholas Bellamy empfiehlt Arthrosepatienten deshalb, Aktivitäten, bei denen Fingerfertigkeit gefragt ist, eher für den Nachmittag. Die Einnahme von Schmerzmittel sollte laut Bellamy so geplant werden, dass ihre Wirkung morgens und abends am größten ist.

Quelle:
N Bellamy, RB Sothern, J Campbell and WW Buchanan: Rhythmic variations in pain, stiffness, and manual dexterity in hand Osteoarthritis. Annals of the Rheumatic Diseases 61 (12) : S. 1075-1080, 2002




Seit Mitte November hat die Stiftung Akupunktur ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist die umfassende Information der interessierten Öffentlichkeit zum Thema Akupunktur und ihre Anwendungsmöglichkeiten. Darüber hinaus will die Stiftung dazu beitragen, den fachlichen Austausch zwischen Ärzten, Wissenschaftlern und Experten zu fördern. Die Internetseite www.akupunktur.de bietet Foren für Patienten und Fachleute sowie umfangreiche Informationen zur Geschichte und Entwicklung der Akupunktur. Es besteht die Möglichkeit, mittels einer Suchmaschine einen Akupunkturarzt in der Nähe des eigenen Wohnortes zu finden.

Als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin existiert Akupunktur seit über 2000 Jahren. In der westlichen Medizin gewinnt sie jedoch erst seit 30 Jahren zunehmend an Bedeutung. Ein wichtiger Anwendungsbereich ist die Behandlung von chronischen Schmerzen. “In vielen Schmerzkliniken ist Akupunktur heute eine anerkannte Routinemethode.”, sagt Dr. med. Klaus Teichert, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Weitere Informationen:
Stiftung Akupunktur Informationsbüro, Eugen-Langen-Straße 25, 50968 Köln,
Tel: 0221-30 99-562,
Fax: 0221-30 99-200,
Email: info@akupunktur.de,
www.akupunktur.de